Dr. Christian Growitsch
Priv.-Doz. Dr. Christian Growitsch ist Ökonom mit Schwerpunkten in Innovations- und Umweltökonomik. Seit 2025 leitet er das Hamburg Institute for Innovation, Climate Protection and Circular Economy (HiiCCE). Zuvor führte er 2021–2024 das Fraunhofer‑Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) in Leipzig. Zuvor war er Direktor „Industrielösungen“ der Fraunhofer‑Gesellschaft (2020–2021), stellv. Institutsleiter am Fraunhofer IMWS und Leiter des Center for Economics of Materials; 2014–2015 war er Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts, 2010–2014 Direktor Anwendungsforschung am Energiewirtschaftlichen Institut der Universität zu Köln. Er lehrt Circular Economy an der Universität Leipzig, zuvor VWL an den Universitäten Halle, Hamburg und Köln. ER ist Research Fellow an der Cambridge University. Studium in Hamburg/Lüneburg, Promotion in Lüneburg, Habilitation 2010 in Halle. Gremien u. a.: DESY, Stiftung Arbeit und Umwelt; AR eines Circular‑Economy‑Startups.
Vorträge & Veranstaltungen
Vier Workshops, vier Perspektiven, ein Ziel: Circular Economy konkret vertiefen. Beim Workshop‑Pitch stellen sich alle Formate kurz auf der Bühne vor und geben Einblick in Inhalte, Fragestellungen und Mehrwert. In dem praxisnahen Deep Dive werden die Workshops zentrale Aspekte der Circular Economy beleuchten – von Infrastruktur und Finanzierung über gesellschaftliche Auswirkungen bis hin zu Innovationen. Sie haben nach den Workshop-Pitches die Chance, über die Tagungsapp den Workshop auszuwählen, der am besten zu Ihren Interessen passt. So wird Wissen gezielt vertieft und der Austausch fokussiert gestaltet.
Anreize & Preissignale: Rohstoff-/Energiepreise, Entsorgung, CO₂, Pfand & Rücknahme lenken Investitionen.
Zirkuläre Geschäftsmodelle: vom Einmalverkauf zu langfristigen Einnahmen (Service, Leasing, Product-as-a-Service, Repair/Reuse).
Wer finanziert? Unternehmen, Banken, Investor:innen, Gebührenzahler:innen – je nach Risiko und Phase
(Pilot–Skalierung–Betrieb).Staat & öffentliche Finanzierung: Förderung, Garantien, Beschaffung, Standards, Infrastruktur; privates Kapital „hebeln“.
Wirkung & Vertrauen: Kenngrößen (Abfallreduktion, Nutzungsdauer, Rezyklateinsatz, Ressourcenschonung) & Transparenz.
Die Transformation zur Circular Economy ist weniger Umweltprogramm als industriepolitische Strategie: Wo Stoffkreisläufe schließen, wächst Handlungsfähigkeit spürbar. Zirkuläre Geschäftsmodelle monetarisieren Nutzung statt Besitz, verlängern Lebensdauern und machen Sekundärrohstoffe zu verlässlichen Inputs – sofern Rentabilität über Lebenszyklus und Kapitalbindung gerechnet wird. Industrielle Symbiosen wirken als Kreislaufinfrastruktur, senken Systemkosten und stabilisieren Netze. Resilienz und Rohstoffsicherheit werden so zu Produktivitätsfaktoren, technologische wie ökonomische Souveränität zu Standortvorteilen in geopolitischer Volatilität